(In „Die Lehre vom Wesen“ verändern die Herausgeber die Seitenzählung und stellen den Seitenzahlen eine Raute (#) voran.)
- Meine Probleme mit Hegel
- Setzen statt Geben: der Satz vom Sein
- Logik und Ethik
- dialektischer Fehlschluß
- zur mythischen Struktur in der Hegelschen Logik
- Identität und Verschiedenheit
- Hegel und Kant
- Hegel und Husserl
- Hegel und Nishitani
- Hegel und Adorno
Wenn Hegel dann aber behauptet, daß es keine „zwey Dinge“ gebe, „die einander gleich sind“ ‒ was ebenfalls völlig richtig ist ‒, und dieser Umstand „dem Satze der Identität entgegengesetzt“ sei, weil nämlich das mit sich identische A dadurch zu etwas verschiedenem werde (vgl. Hegel 1999, S.#270), dann ist das nichts anderes als Nonsense.
Zwischen einem A, das mit sich identisch ist, A = A, und einem A, das von einem B verschieden ist, A ≠ B, gibt es keinerlei Widerspruch. Der Widerspruch wird von Hegel nur behauptet. Und ich habe den Verdacht, daß solche Behauptungen überhaupt die Grundlage der ganzen spekulativen Dialektik sind: eine inhaltsleere Behauptung reiht sich an die andere, ohne daß es irgendwo einen sinnvollen oder logischen Bezug zwischen ihnen gibt.
Hegel gibt das selbst zu: „Daß alle Dinge verschieden sind voneinander, ist ein sehr überflüssiger Satz“ ‒ wie zuvor schon der tautologische Satz über die Identität von A ‒ „denn im Plural der Dinge liegt unmittelbar die Mehrheit und die ganz unbestimmte Verschiedenheit.“ (Vgl. Hegel 1999, S.#270)
Hegel produziert lauter nutzlosen Gedankenmüll. Mal ist das eine, der Satz von der Identität, bloß tautologisch, mal ist das andere, der Satz von der Verschiedenheit, überflüssig, und dann setzt er beide Sätze zueinander in Widerspruch, obwohl sie problemlos nebeneinander bestehen könnten, ohne sich im geringsten ins Gehege zu kommen.
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