„...letztlich ist der Mensch, als Folge oder Krönung der Evolution, nur in der Totalität der Erde begreifbar.“ (Leroi-Gourhan, Hand und Wort, S.22)

Montag, 1. Juni 2015

Julian Jaynes, Der Ursprung des Bewußtseins, Reinbek bei Hamburg 1993 (1976)

(Einführung: Das Problem des Bewußtseins (S.9-30) – Erstes Buch: Bewußtsein, Geist, Gehirn und Seele (S.33-182) – Zweites Buch: Das Beweismaterial der Geschichte (S.185-381) – Drittes Buch: Gegenwart: Relikte der bikameralen Psyche in der modernen Welt (S.385-546))

1. Zusammenfassung
2. Bewußtseinstheorien
3. Metaphern
4. Differenz von Innen und Außen
5. Bikamerale Kulturen
6. Stimmverlust
7. Hiatus
8. Körperleib
9. Verhältnis von Denken und Intuition

Das Buch von Julian Jaynes, „Der Ursprung des Bewußtseins“ (1993/1976), das ich jetzt in einer Folge von neun Posts besprechen möchte, ist ein Geschenk meines Gesprächspartners Georg Reischel. Er hatte mich vor einiger Zeit darauf aufmerksam gemacht und brachte es mir bei seinem letzten Besuch mit. Ich war sofort angetan von Jaynes’ umfassendem evolutionsanthropologischem Ansatz, den Ursprung des Bewußtseins auf jenen drei epistemischen Ebenen zurückzuverfolgen, die ich auch meinem Blog zugrundegelegt habe: der Biologie, der Kulturtheorie und der individuellen Ontogenese. Damit steht er in einer Reihe mit Denkern wie Helmuth Plessner und mit Forschern wie Michael Tomasello.

Was mich an Jaynes’ Ansatz interessiert, ist nicht so sehr, ob er objektiv richtig oder ‚wahr‘ ist, sondern Jaynes’ Bemühen, den biologischen und historischen Phänomenen der Bewußtwerdung des Menschen gerecht zu werden. Dieses Bemühen wiederum läßt sich nur vor dem Hintergrund der subjektiven Stimmigkeit individueller und persönlicher Erfahrungen beurteilen: also vor dem Hintergrund der individuellen Ontogenese des subjektiven Bewußtseins.

Ausgangspunkt der Jaynesschen Überlegungen ist die radikale Gleichsetzung von Bewußtsein mit bewußtem Sein, dem „Bewußtsein des Bewußtseins“. (Vgl. Jaynes 1993, S.33-64) Damit schließt er jene Bewußtseinsbereiche aus, die vorbewußt, unbewußt oder unterbewußt sind: „Das Bewußtsein macht einen sehr viel geringeren Teil unseres Seelenlebens aus, als uns bewußt ist – weil wir kein Bewußtsein davon haben, wovon wir kein Bewußtsein haben.“ (S.35; vgl. auch meinen Post vom 20.04.2012)

Es gibt also ein reichhaltiges, vielgestaltiges „Seelenleben“, das dem eigentlichen Bewußtsein vorausgeht und nicht zum Bewußtsein gehört. Diese axiomatische Vorentscheidung ist zunächst sprachanalytisch begründet. Wie bei Bennett/Hacker ist bei Jaynes das Bewußtsein ein Effekt der Sprache bzw. eines spezifischen Gebrauchs von Sprache. (Vgl. meinen Post vom 05.05.2015) Jaynes zufolge ist das Bewußtsein nichts anderes „als eine Analogwelt auf sprachlicher Basis“. (Vgl. Jaynes 1993, S.87) Darüberhinaus ermöglicht ihm diese axiomatische Vorentscheidung, eine Phase der Menschheitsentwicklung – die bikamerale Kultur – zu postulieren, in der die Menschen noch kein Bewußtsein hatten: „Wenn es richtig ist, was ich bisher gesagt habe, dann ist es auch durchaus möglich, daß zu irgendeiner Zeit einmal Menschen gelebt haben, die sprachen, urteilten, Schlüsse zogen und Probleme lösten, ja die so gut wie alles, was wir tun, zu tun vermochten, die aber nicht das geringste Bewußtsein besaßen.“ (Jaynes 1993, S.64)

Jaynes’ axiomatischer Ansatz – sprachanalytisches Vorgehen und Eingrenzung des Bewußtseins auf bewußtes Sein – führt zu einer verkürzten Evolutionsgeschichte von Sprache und Bewußtsein. Tomasello führt den Ursprung der Sprache auf einen vor etwa 400.000 Jahren lebenden Frühmenschen zurück. (Vgl. meinen Post vom 28.10.2014) Jaynes hingegen meint, den Beginn der Sprach- und Bewußtseinsentwicklung auf den Beginn des Neolithikums vor etwa 12.000 Jahren zurückführen zu können. (Vgl. Jaynes 1993, S.177) Vorher hatte es über viele Jahrhunderttausende und Jahrmillionen hinweg – die Steinzeit erstreckte sich über 2,5 Millionen Jahre (und inzwischen sollen sogar noch ältere Steinwerkzeuge gefunden worden sein, die noch weitere 700.000 Jahre zurückdatiert werden) – keinerlei Kulturentwicklung gegeben, was wie Jaynes meint, ein Ding der Unmöglichkeit sei, wenn diese Vormenschen schon über Sprache verfügt hätten: „Wenn die ersten Menschen am Anfang dieser zwei Millionen Jahre auch nur im Keim über eine Sprache verfügten – weswegen haben sie uns dann kaum Zeugnisse auch nur der einfachsten Kultur und Technik hinterlassen?“ (Jaynes 1993, S.163) – Interessant ist hier auch, daß Jaynes die Steinwerkzeuge nicht als eine Form von ‚Technik‘ in Betracht zieht.

Dieses Unvermögen, sich ein vorsprachliches Bewußtsein vorzustellen, ist typisch für den sprachanalytischen Ansatz.

Obwohl Jaynes also Sprache und Bewußtsein so eng miteinander verknüpft, ist ihm zufolge die etwa 8.000 Jahre umfassende bikamerale Kultur des neolithischen Menschen eine Kultur ohne Bewußtsein. Diese Menschen verfügten zwar schon über Sprache – denn sonst hätten sie, folgt man Jaynes, noch über keine Kultur wie Landwirtschaft und Seßhaftigkeit verfügt –, aber diese Sprache hatte noch kein Ich-Analogon mit einem inneren Seelenraum geschaffen, über den sich der Mensch gegenüber der Außenwelt so hätte positionieren können, daß er sich seiner selbst und der Welt hätte bewußt werden können. (Vgl. Jaynes 1993, S.516)

Anstatt selbst das Wort zu ergreifen, wie es selbstbewußte Menschen tun, hörten die bikameralen Menschen Stimmen. Sie hörten diese Stimmen so deutlich wie wir heutigen, modernen Menschen unsere physisch präsenten Mitmenschen hören, mit denen wir sprechen. Für die bikameralen Menschen waren die ‚inneren‘ Stimmen, die sie hörten, so real wie für uns unsere Mitmenschen. Für die bikameralen Menschen waren diese Stimmen die Götter, und da sie noch kein Bewußtsein von Innen und Außen hatten, waren die Götter für sie so real wie ihre Mitmenschen.

Mit Plessner könnte man auch sagen, daß die bikameralen Menschen nicht exzentrisch, sondern zentrisch positioniert waren. Um ein Bewußtsein von sich selbst und von der Welt zu haben, muß man sich am Rand der Welt befinden, in einem von der Welt getrennten Innenraum, der sich, so Jaynes, als sprachliche „Metapher des realen Raums“ konstituiert. (Vgl. Jaynes 1993, S.74) Dabei muß sich der exzentrisch positionierte Mensch seiner inneren Mitte stets aufs Neue vergewissern und sich in ihr ‚halten‘. So auch Jaynes: „Der Mensch mit Bewußtsein ist unablässig dabei, sich vermittels seiner Introspektion seines ‚Selbst‘ und seines Standorts in bezug auf seine Ziele sowie relativ zu seiner Gesamtsituation zu versichern.“ (Jaynes 1993, S.527) – Genau diese fortgesetzte Selbstvergewisserung ist das Bewußtsein.

Der bikamerale Mensch hingegen hat seine Mitte in den Stimmen der Götter, die er hört. Er ist ein ‚Gewohnheitstier‘, das im Rahmen eines globalen Reiz-Reaktionsmusters funktioniert. Jaynes spricht von einem „Globalsystem anhaltender Stimulierungswiderspiele“. (Vgl. Jaynes 1993, S.110) Treten Störungen auf und gerät dieses Globalsystem ins Wanken, erlebt der bikamerale Mensch Streß. Und Streß ist Jaynes zufolge der Auslöser dafür, daß die Götter zu ihm zu sprechen beginnen und ihm Anweisungen geben, was er zu tun hat: „Der einzig erforderliche Streß war der, der auftritt, wenn irgend etwas hinzutretend Neuartiges an einer Situation eine Verhaltensänderung notwendig macht. Alles, womit nicht auf habitueller Basis fertig zu werden war, jeder Konflikt zwischen Leistungsanforderung und Erschöpfungsgrad, zwischen Angriffs- und Fluchtmeldung, jede Wahl, wem man gehorchen und was man tun sollte, kurzum alles, was irgendeine Entscheidung erforderte, reichte aus, um eine Gehörshalluzination zu bewirken.“ (Jaynes 1993, S.120)

Der bikamerale Mensch dachte also niemals selbst nach, sondern er hatte seine Stimmen, die Stimmen der Götter, die für ihn dachten und ihm sagten, was er zu tan hatte. Sie waren mit unwiderstehlicher Autorität ausgestattet. Sie waren seine Mitte. Und weil sie, wie Jaynes behauptet, aus der rechten Gehirnhemisphäre kamen, kann man diese Mitte sogar lokal positionieren: im dem in der linken Hemisphäre befindlichen Wernicke-Zentrum gegenüberliegen Bereich der rechten Gehirnhälfte. (Vgl. Jaynes 1993, S.134) Das Wernicke-Zentrum ist das Sprachzentrum, während die entsprechenden Bereiche auf der rechten Seite ‚stumm‘ sind, dafür aber gut in Gestaltwahrnehmungen und in dem Erkennen von Sinnzusammenhängen sind. (Vgl. Jaynes 1993, S.148ff.) Es ist also das Wernicke-Zentrum, das den stummen Anweisungen der rechten Seite eine Stimme verleiht, die dem bikameralen Menschen, wortwörtlich, sagt, was er zu tun hat.

Jaynes argumentiert an dieser Stelle zwar neurobiologisch, aber er begeht dabei keineswegs den Fehler, Gehirnbereiche mit Bewußtseinsphänomenen gleichzusetzen. Wir kennen das als den von Bennett/Hacker beschriebenen mereologischen Fehlschluß. (Vgl. meinen Post vom 03.05.2015) Jaynes hebt ausdrücklich hervor, daß er sich nur einer metaphorischen Redeweise bedient, wenn er von ‚Stimmen‘ aus der rechten Gehirnhemisphäre spricht, die im Wernicke-Zentrum der linken Gehirnhemisphäre ‚gehört‘ werden. (Vgl. Jaynes 1993, S.134) Jaynes kommt mehrfach auf dieses Problem zurück und verwahrt sich dagegen, auf diese Weise mißverstanden zu werden. (Vgl. Jaynes 1993, S.131, 142f.) Dessen ungeachtet sind diese Stimmen für den bikameralen Menschen, wie schon erwähnt, keineswegs bloß metaphorisch oder fiktiv, sondern physische Realität.

Dennoch unterläuft auch Jaynes ein solcher mereologischer Fehlschluß. Jaynes glaubt, daß das rechte, dem linken Wernicke-Zentrum entsprechende Gehirnareal mit der linken Gehirnhälfte über die vordere Kommissur, einem dem ‚Balken‘ vorgelagerten Nervenstrang, kommuniziert. Diese kleinere Version des die beiden Gehirnhälften miteinander verbindenden Balkens ist „bedeutend weniger faserreich()“. (Vgl. Jaynes 1993, S.132) Jaynes fragt sich nun, wie die komplexen Informationen aus der rechten Gehirnhilfe, die im Wernicke-Zentrum zu ‚Stimmen‘ verbalisiert werden, es durch diesen engen Kanal hindurchschaffen. Er meint, daß es dazu eines besonderen neuronalen Codes bedarf, und glaubt, daß als solcher Code nur die menschliche Sprache selbst in Frage komme, weil sie der leistungsfähigste Code sei, den man sich vorstellen könne. (Vgl. Jaynes 1993, S.134) Dazu zeichnet Jaynes eine Graphik, in der die beiden Gehirnhälften durch einen hörrohrähnlichen Kanal miteinander verbunden sind, so als spräche die ‚Stimme‘ in der rechten Gehirnhälfte in dieses Hörrohr hinein und schickte so den ‚Schall‘ durch diesen Kanal hindurch zur anderen Seite. (Vgl. Jaynes 1993, S.133)

Diese Behauptung beinhaltet nicht nur einen logischen Widerspruch. Denn Jaynes zufolge ist die rechte Gehirnhälfte stumm. Sie kann zwar Sprache verstehen, aber selbst nicht ‚sprechen‘. Nur das Wernicke-Zentrum kann Sprache erzeugen. Deshalb ist die Vorstellung, daß die rechte Gehirnhälfte ihre Informationen als Sprache codiert, logisch inkonsistent. Zugleich haben wir es aber mit einem wirklichen mereologischen Fehlschluß zu tun. Denn die Sprache ist eine Leistung des Menschen, und nicht des Gehirns, selbst dort, wo der Mensch sie in Form von ‚Stimmen‘ halluziniert. Auch das unbewußte Sprechen ist eine Leistung des Menschen.

Allerdings soll an dieser Stelle nicht unterschlagen werden, daß Jaynes hier von einer starken Version seiner Hypothese spricht. Es gibt auch eine schwächere Version, in der er nicht von der Sprache, sondern lediglich vom „artikulatorische(n) Moment der Gehörshalluzinationen“ spricht, die, „nicht anders als die Rede der Person selbst, aus der linken Hemisphäre stammte, daß aber Sinn und Inhalt der halluzinierten Rede sowie das andersgeartete Verhältnis, in welchem die Person zu dieser Rede stehend sich empfand, Hervorbringung rechtsseitiger Schläfenaktivität waren, die über die vordere Kommissur und eventuell auch über das Splenium (das ist der hintere Teil des Balkens) Erregung in die Sprachzentren der linken Hemisphäre schickte und somit dort ‚gehört‘ wurde.“ (Vgl. Jaynes 1993, S.134f.)

Man muß Jaynes an dieser Stelle wirklich zugute halten, daß er sich redlich um eine zur damaligen und auch noch zur heutigen Neurowissenschaft alternative Verhältnisbestimmung von Mensch und Gehirn bemüht. Der Auffassung von einer „Isomorphie“ zwischen „psychologischen Sachverhalt(en)“ und Gehirnstrukturen (vgl. Jaynes 1993, S.131) hält er entgegen, daß sie nicht die „Plastizität des Gehirns“ berücksichtigt (vgl. Jaynes 1993, S.156). Es gibt im Gehirn keine einzelnen Zentren, die für irgendeine psychische Funktion allein zuständig sind. Vielmehr können beim Ausfall bestimmter Gehirnregionen andere Gehirnregionen diese Aufgaben übernehmen. Fällt z.B. bei einem Schlaganfall das Wernicke-Zentrum aus, kann der Patient wieder sprechen lernen, indem die gegenüberliegende, sonst stumme Region in der rechten Hemisphäre die Funktionen des Wernicke-Zentrums übernimmt. Es kann sogar eine ganze Gehirnhälfte operativ entfernt werden, ohne daß der Patient danach irgendwie beeinträchtigt ist.

Jaynes hebt hervor, daß das besonders in jungen Jahren gelingt. Bei älteren Menschen ist das Gehirn nicht mehr so flexibel. Deshalb sei aber auch die individuelle Ontogenese des Menschen so wichtig, da die „Einzelheiten der frühkindlichen Entwicklung beträchtliche Konsequenzen für die spätere Gehirnorganisation haben können“. (Vgl. Jaynes 1993, S.156)

Genau diese individuelle Ontogenese ist Jaynes zufolge auch der Grund, warum sich das Gehirn im Zuge der Sprach- und Kulturentwicklung vor gut viertausend Jahren, als die bikameralen Kulturen aufgrund der Komplexität und Größe der durch Landwirtschaft und Schrift ermöglichten Großreiche zusammenbrachen, so schnell umorganisieren konnte und statt einer bikameralen Psyche so etwas wie subjektives Bewußtsein ermöglichte. Aufgrund der individuellen Ontogenese werden Kulturen in jeder Generation neu erlernt. (Vgl. Jaynes 1993, S.271f.) Und das Gehirn paßt sich plastisch den kulturellen Notwendigkeiten an, denen sich der jeweilige individuelle Organismus ausgesetzt sieht. Das Bewußtsein, so Jaynes, ist „zur Hauptsache eine kulturelle Schöpfung“ und „keinerlei biologische Notwendigkeit“. (Vgl. Jaynes 1993, S.271)

Jaynes hat sein Buch in drei Büchern unterteilt, in denen er seine Thesen zur bikameralen Psyche und zum subjektiven Bewußtsein anhand historischer Zeugnisse und aktueller Phänomene unserer Gegenwart ausführt. Ich werde auf diese ‚Bücher‘ in meinen folgenden Posts der Reihe nach eingehen.

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Kommentare:

  1. Starker, wichtiger Satz: "Dieses Unvermögen, sich ein vorsprachliches Bewußtsein vorzustellen, ist typisch für den sprachanalytischen Ansatz." - Daran grüble ich auch. Eigentlich war ich ein jahrelanger Fan des language turn, aber langsam verkehrt es sich vielleicht sogar ins Gegenteil. - Vielleicht sickert Plessners Ansatz von den biologischen und körperlichen Wurzeln auszugehen, allmählich bei mir durch. Mittlerweile scheint es mir fast selbstverständlich, dass es auch nichtsprachliche Teile des Bewusstseins geben kann - die ganze Wahrnehmung ist ja zunächst auch einmal sprachlos und muss dann eigentlich - nicht immer verlust- und fehlerfrei - in Sprache "rückübersetzt" werden. Vielleicht ist das nur Nomenklatur, weil Jaynes z.B. den Kern des Bewusstseins enger zieht und jene Dinge in den Bereich des Vorbewussten legen würde. Aber es kommt mir immer mehr so vor, als trennte man damit das Bewusstsein von seinen Wurzeln ab (vielleicht tut es das ja gerade selbst und da meine ich, darf man ihm und all seinen sprachlichen und denkerischen Fähigkeiten nicht zuviel Glauben schenken, denn dann haben wir einen Baron Münchhausen, der sich am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zieht... - vielleicht gelingt mir die Metapher nicht recht, aber ich hoffe es ist einigermaßen klar, was ich auszudrücken versuche: dass das Bewusstsein, welches wir immer mit Metaphern des Lichtes, der Klarheit bekleiden, da seine Ursprünge verschleiert - wenn es sich nur in Sprache auszudrücken vermeint)

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    1. Ich bin ganz Ihrer Meinung: Das sprachanalytisch auf Sprache verengte Bewußtsein wird von seinen Wurzeln abgeschnitten, was auch impliziert, daß die Sprachanalytiker zu einer Evolution des Bewußtseins nichts beizutragen haben. Auch die Metapher vom Baron paßt da ganz gut, weil sie das in der Luft Hängen der sprachanalytischen Methodik sehr schön beschreibt.

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