Montag, 13. Juni 2016

Adam Czirak/Gerko Egert (Hg.), Dramaturgien des Anfangens, Berlin 2016

(Neofelis Verlag, 26.00 €, Softcover, 276 S.)

(Adam Czirak / Gerko Egert, Dramaturgien des Anfangens. Einleitung, S.7-22; Gerald Raunig, Aller Anfang ist dividuell, S.23; Jörn Etzold, Rousseau und der Anfang des Theaters, S.35; Karin Harrasser, Fall in den Zeitkristall. Choreographien des Anfangens und Weitermachens, S.59; Julia Bee, Dramatisierungen des Anfangens. Die Intros von Homeland, True Blood und True Detective, S.75; Christoph Brunner, Relationaler Realismus? Zur politischen Ästhetik der Dramatisierung, S.107; Heike Winkel, Jenseits von Tragödie und Farce. Neues politisches Kino in Russland und seine Popularisierung: Chto delat und Svetlana Baskova, S.131; Leena Crasemann, Leere Leinwand, weißes Blatt. Der Anfangsmoment künstlerischen Schaffens als topisches Bildmotiv, S.161; Matthias Warstat, Wie man Revolutionen anfängt. Lenin und das Agitproptheater, S.185; Krassimira Kruschkova, Performance für Anfänger. Nicht(s)tun, S.203; José Gil, Tanz – Prolog, S.219; Erin Manning, Den nächsten Schritt beginnen, S.235; Sibylle Peters, Starting over. Der Unwahrscheinlichkeitsdrive. Ein Forschungsbericht, S.253-274)

Sybille Peters Beitrag „Der Unwahrscheinlichkeitsdrive“ (S.253-274) beschließt den Herausgeberband, und so erfährt man auch, und zwar auf der letzten Seite, daß es sich bei dem von Adam Czirak und Gerko Egert herausgegebenen Band möglicherweise um einen Tagungsband handelt, einer Tagung, die „im Jahr 2013“ unter dem Titel „Dramaturgien des Anfanges“ stattgefunden hat. (Vgl. Peters 2016, S.274) Möglicherweise nur, denn Genaueres zum Entstehungskontext des Herausgeberbandes erfährt man weder in der Einleitung der Herausgeber noch auf der Verlagswebsite.

Aber Sybille Peters’ Beitrag ist noch aus anderen Gründen lesenswert. Nicht umsonst entlehnt sie den Titel ihres Forschungsprojekts aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams. Ihr Essay beschließt die Reihe der Beiträge auf unterhaltsame und geistreiche Weise, so daß man das Buch mit einem Lächeln aus der Hand legt.

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Kommentare:

  1. Interessante Besprechung von dir, danke. Es weckt das Interesse. Was die Tagung anbetrifft, so findet sie sich durch googlen ganz einfach, aber erstaunt bin ich auch, dass es im Beitrag der Herausgeber da keinen Bezug gibt. Tagung und Band sind von der Thyssen-Stiftung gefördert worden. Auch hier fehlt eine angemessene Erwähnung, oder irre ich mich da?

    LG
    Aiko

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    1. Es gibt im Buch tatsächlich keinen Hinweis auf Tagung oder Thyssen. Das ist schon etwas verwunderlich.
      Ich freue mich wirklich, von Dir zu lesen. Ich vermisse Deinen Blog.
      LG
      Detlef

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